Streaming-Plattformen schütten die Einnahmen aus Abonnements und Werbegeldern nach festgelegten Mechanismen an Rechteinhaber:innen aus. Die bekanntesten Ansätze sind das Pro-Rata-Modell, das Artist-Centric-Modell und das User-Centric-Modell.
Das Pro-Rata-Modell
Beim Pro-Rata-Modell werden sämtliche Einnahmen einer Plattform in einem gemeinsamen Pool zusammengeführt. Bei diesem Modell werden Artists nicht nach ihren tatsächlich erzielten Streams bezahlt, sondern nach ihrem Anteil an allen Streams auf der Streaming-Plattform in einem bestimmten Abrechnungszeitraum. Ausserdem gibt es bei diesem Modell noch verschiedene "Verteilungstöpfe" - je nach Monat, Herkunftsland des Streams und Art des Kundenkontos (Abo vs. Freemium). Das individuelle Hörverhalten einzelner Nutzer:innen hat keinen direkten Einfluss auf die Verteilung.
Stores: u.a. Spotify, Apple, Tidal, Amazon.
Artist-Centric-Modell
Das Artist-Centric-Modell ist eine Abwandlung des bestehenden Pro-Rata-Systems. Es beinhaltet einen gemeinsamen Einnahmenpool, aber die Gewichtung der Streams innerhalb dieses Pools ist anders. Artists, die innerhalb eines Monats mehr als 1.000 Streams von mehr als 500 verschiedenen Hörer:innen erzielen, erhalten eine doppelte Gewichtung ihrer Streams. Diese Gewichtung erhöht sich nochmals, wenn ein/e Nutzer:in einen Artist aktiv gesucht hat, anstatt ihn passiv über algorithmisch gespielte Playlists zu hören. Zudem wird Functional Content (z.B. Meditationsmusik oder Naturgeräusche) nicht mehr vergütet.
Stores: Deezer
User-Centric-Modell
Beim User-Centric-Modell wird die Abo-Gebühr jedes einzelnen Nutzenden separat berücksichtigt und ausschließlich unter den Künstler:innen aufgeteilt, die diese/r Nutzer:in im jeweiligen Abrechnungszeitraum gestreamt hat. Damit ist die Auszahlung an jeden Artist unmittelbar an die tatsächliche Hörzeit und -häufigkeit geknüpft, nicht an dessen Popularität auf der Plattform insgesamt.
Stores: SoundCloud testet es
